In fast jedem Erstgespräch kommt irgendwann die Frage: "Und, was denkst du?" Mei

By Florian Nottorf · September 10, 2026 · Curated by George's Blog

In fast jedem Erstgespräch kommt irgendwann die Frage: "Und, was denkst du?" Meine Antwort ist jedes Mal dieselbe: Noch nichts 🎯

Nicht, weil ich nichts sehe. Nach 30 Minuten Gespräch und ohne Daten würde ich nur raten. Und fürs Raten sollte mich niemand bezahlen.

Zuerst das Business: Welche Marge tragen die Produkte? Soll Amazon Wachstum bringen oder Profit? Wer steuert die Kampagnen heute, intern oder Agentur, mit oder ohne Tool? Ohne diese Antworten kann ich einen ACoS von 25 Prozent nicht einordnen.

Dann ein erster Check des Bulk-Exports. Da steckt ein Großteil der Daten drin, die ich für den Audit brauche. Danach kann ich ehrlich sagen, ob sich ein Audit überhaupt lohnt. Manchmal ist die Antwort nein. Dann sage ich das auch.

Nach dem Go ziehe ich weitere Daten wie den SQPR oder POE und hole mir vom Kunden COGS und Produktstrategie dazu.

Danach kommt der Teil, der so Laune macht. Ich arbeite den Account komplett durch und drehe jeden Stein um: Kampagnenstruktur, Suchbegriffe, Targets, Gebote, Budgets, Zielgruppen, Profit, Harvesting und und und.

Am Ende liefere ich eine priorisierte Maßnahmenliste mit echtem Einspar- und Wachstumspotential. Von Quick-Wins bis zu strategischen Umstellungen: was zuerst, was danach, was man lassen kann. So, dass das Team oder die Agentur am nächsten Tag loslegen kann.

Das ist für mich ein unabhängiger Audit: ohne Tool im Hintergrund, das ich empfehlen müsste, und ohne Agentur, die den Account anschließend übernehmen will.

Wenn dir also jemand nach 30 Minuten sagt, was du ändern musst: Frag ihn mal, woher er das weiß 😉

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