Ich bin reich. Und: ich bin für eine Vermögenssteuer. Aber lasst mich das erklär

By Christian Wolf · October 8, 2026 · Curated by George's Blog

Ich bin reich. Und: ich bin für eine Vermögenssteuer. Aber lasst mich das erklären:

Sobald das Thema hochkommt, laufen sofort die Scheindebatten, dass es gar nicht umsetzbar sei. Oder, noch schlimmer: dass am Ende Omas vererbtes Häuschen im Münchner Vorort drunterfällt. Doch: darum geht es nicht. Kein bisschen.

Es geht um etwas anderes. Sich ein Vermögen aufzubauen ist unfassbar schwer. Ich weiß das, weil ich es getan habe - und weil ich weiß, wie viel Arbeit UND wie viel Glück dazugehört.

Irgendwann erreichst du halt einen Punkt, ab dem du nie wieder arbeiten musst. Wenn du dir den selbst erarbeitet hast, dann ist das für mich auch völlig okay.

Was für mich nicht okay ist: dass jemand, dessen Uropa vor Generationen mal eine Firma gegründet hat, nie im Leben arbeiten muss. Und sein Vermögen wächst Jahr für Jahr, ohne dass substanziell etwas zurückfließt. Genau das lassen unsere Lücken zu. Ab 27 Millionen kann man große Vermögen praktisch steuerfrei vererben.

Meine Wunschwelt sähe so aus: VIEL weniger Steuern auf Einkommen. VIEL weniger auf neu erarbeitetes Vermögen. Aber ab einem wirklich hohen Betrag (ob 10, 50 oder 200 Millionen, darüber kann man reden) muss umverteilt werden. Ein paar Prozent vom Zuwachs und vom Erbe würden reichen.

Und ja - das gilt auch für meine eigenen Kinder. Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht signifikant abgeben sollten von dem, was ich ihnen weitergebe.

Im aktuellen System wandern die aus, die sich etwas aufbauen wollen. Und die, die längst alles haben, vermehren es einfach weiter. Das ist keine Leistungsgesellschaft.

View the original post on LinkedIn